Stiftung Noble House Nepal


Im Jahr 1994 waren wir das erste Mal in Nepal. Eine Reise in die Vergangenheit. Ein herrliches Land mit freundlichen Menschen, doch was für ein Kontrast zu dem, was wir bei uns gewöhnt sind.
  
Der erste Schritt war gemacht. Wir besuchen dieses Land jetzt regelmäßig und versuchen, ihm auf unsere eigene Art und Weise etwas zu geben, ohne dabei in die Kultur einzugreifen. Es war uns zuerst nicht klar, dass man auch durch das Geben von Materie etwas kaputt machen kann. Jetzt haben wir festgestellt, dass man auch hier am Anfang anfangen muss: Kindern durch das Anbieten von Unterricht ein Stück Zukunft bieten. 

 
Vor zehn Jahren haben wir damit ganz zufällig begonnen, als wir Utsab, einem damals 15-jährigen Jungen, dabei halfen, Englisch zu lernen. Utsab hat seine Chance wahrgenommen und seitdem die Möglichkeit gehabt, an vielen verschiedenen Kursen teilzunehmen. Von Sprachkursen über eine Fremdenführerausbildung bis zum Computertraining. Inzwischen spricht er perfekt Englisch sowie etwas Spanisch und Französisch. Auch kann er inzwischen gut mit dem Computer umgehen, so kommuniziert mit uns über den Dorfcomputer mehrmals pro Woche. Wir denken, auf diese Weise ein wenig zu seiner Zukunft beigetragen zu haben.  Ein anderes Stück Zukunft für ihn hat Formen angenommen, da er jetzt für unsere Stiftung eine Reihe von Projekten leitet. Und mit berechtigtem Stolz stellen wir fest, dass er das sehr gut macht. Heute ist Utsab zusammen mit seiner Frau Sita die Seele unserer Aktivitäten in Nepal.  Utsab und Sita: Vater und Mutter von Noble House. Vertraute Menschen, die wir noch aus der Zeit kennen, in der sie für sich keine Chancen sahen. Um seine Zukunft und auch die von anderen Kindern zu fördern, haben wir ein Projekt begonnen, das wir in der Stiftung Noble House untergebracht haben.

Das erste Projekt - Noble House - ist ein Heim für benachteiligte Kinder ohne Zukunft. Viele Kinder streunen ziellos durch Straßen und Felder, haben oft keine Eltern, geraten in die Prostitution oder in die Kriminalität. Diesen Kindern können wir jetzt helfen, indem wir sie im Noble House auffangen. Hier haben sie einen sicheren Hafen, Essen, saubere Kleidung, können die Schule besuchen und bekommen von Utsab und Sita alle Zuwendung und Unterstützung. Sie tun alles dafür, um diesen Kindern Liebe und Geborgenheit zu schenken, etwas, das sie nie zuvor bekommen haben. Viele Kinder bekommen dadurch die Chance auf ein Stück Zukunft, fast auf die gleiche Weise, wie wir mit Utsab begonnen haben.
 
Noble House wurde im November 2005 eröffnet. Die Kinder können aufgenommen werden, doch noch haben wir es nicht geschafft und benötigen wir Sponsoring um Kontinuität gewährleisten zu können.  Jeder Euro zählt und mit der Hilfe unserer Sponsoren können wir den Kindern helfen.

Dank des persönlichen Einsatzes einer großen Zahl von Sponsoren, umfassen die Aktivitäten der Stiftung inzwischen die folgenden Projekte:


Noble House


Noble House nimmt Kinder auf, die ansonsten im kriminellen Umfeld verschwinden. Bitter ist, dass diese Kinder nicht mehr bei andere Familien untergebracht werden können, da sie dann Gefahr laufen, doch in die Prostitution verkauft oder als billige Arbeitskraft in Hotels oder bei reichen Familien eingesetzt zu werden. Im Noble House wohnen 25 Kinder; tagsüber bietet dieses Haus mehr Kindern Obdach. Hier bekommen sie von Utsab und Sita, einem jungen nepalesischen Ehepaar, das sich voll und ganz für diese Kinder einsetzt, die Unterstützung, die sie brauchen. Sie bekommen Hilfe von zwei Kindermädchen, die Tag und Nacht anwesend sind und von den beiden Brüdern von Utsab, die auch in die anderen laufenden Projekte eingearbeitet werden.
Dies alles geschieht mit Respekt vor der nepalesischen Kultur. Die meisten Kinder haben eine traumatische Vergangenheit und müssen ein Gefühl der Sicherheit aufbauen können, ohne zu viele Veränderungen und Unsicherheiten. Deshalb ist es auch vernünftiger, keine ausländischen Freiwilligen in dem Haus arbeiten zu lassen. Es geht nicht darum, den Nepalesen immer wieder zu erzählen, wie sie ihr Leben führen müssen. Wir arbeiten in gegenseitigem Respekt zusammen. Und gegenseitigem Vertrauen. 

Seit seinem Bau wurde für das Noble House eine zusätzliche Etage benötigt, durch die wieder mehr Aktivitäten stattfinden können. Eine Leseecke, in der die Kinder in ihrer Freizeit (englische) Bücher lesen, aber auch Unterstützung bei den Hausaufgaben bekommen können.  Es kamen auch zusätzliche Betten für Notfälle; des Weiteren wurden auf dem Dach Sonnenkollektoren für die Versorgung mit warmem Wasser angebracht, sowie zwei Solar Cooking Systems, Anlagen, mit denen mit Hilfe von Sonnenenergie gekocht werden kann.  Sehr wichtig, da der Nachschub an (teurem) Butangas nicht immer sichergestellt ist. 

Ende 2008 hat das Noble House Besuch von der Regierung bekommen. Während dieses Besuchs wurde festgestellt, dass das Noble House das Prädikat "exzellent" verdient: ein besonderes Kompliment für Utsab und Sita. 

Ein besonderer Höhepunkt seit dem Bestehen von Noble House war die Geburt von Simon im September 2008. Dem zweiten Sohn von Utsab und Sita.



Noble House hat sich inzwischen zu einem Zentrum entwickelt, von dem aus mehrere Projekte organisiert werden.  So werden jetzt z.B. auch regelmäßig Kinder aufgenommen, die vorübergehend Hilfe benötigen. Sie können dann solange wie nötig dort bleiben; doch es gibt auch Kinder, die nur Mahlzeiten und Unterricht in der Tagesbetreuung vom Noble House bekommen.  Noble House hilft auch den Menschen aus der Umgebung, die in den dortigen Ziegelbrennereien arbeiten. Eine schwere (Saison-)Arbeit mit geringer Bezahlung, wodurch die Wohnungen und die medizinische Versorgung dieser Menschen schlecht sind. Vor allem im Winter. Noble House kann gegebenenfalls für Medikamente und warme Kleidung sorgen.





Wir verändern Nepal nicht; Nepal verändert uns...




Die Geschichte von der "Witwe" ist ein anschauliches Beispiel für die Aktivitäten von Noble House. Die Witwe, die keine Witwe war, sondern von ihrem Mann verlassen wurde. Mit drei kleinen Kindern. Vor kurzem erreichte uns die traurige Nachricht, dass sie, die Mutter von Anjana und Ahrijana, gestorben ist. Sie war die erste Mutter, die uns die Sorge für ihre Kinder anvertraute, als wir mit unserem Projekt Noble House in Nepal begannen. Wegen der schrecklichen Bedingungen, unter denen sie - von ihrem Mann verlassen - leben musste, konnte sie nicht mehr für ihre Töchter Shrijana und Anjana, 4 und 8 Jahre alt, sorgen. Und sie wollte nicht, dass diese Töchter wie ihre älteste Tochter von ihrem ehemaligen Mann in die Prostitution verkauft wurden. Sie war eine mutige kleine Frau, die sich um das Wohlergehen ihrer Töchter kümmerte. Regelmäßig schaute sie nach ihren Kindern und machte manchmal sogar die Wäsche für Noble House, um etwas zurückgeben zu können.




Ein paar Jahre zuvor war ihre Hütte kurz vorm Einstürzen, doch obwohl sie jeden Tag auf dem Feld arbeitete, konnte sie es sich nicht leisten, eine andere Unterkunft zu suchen. Bis ein Sponsor aus den Niederlanden sich ihrer annahm und die Miete für ein neues Häuschen für sie übernahm. Dort wohnte sie mit ihrem ihr verbliebenen Sohn.


Während unseres letzten Besuchs in Nepal trafen wir sie schwer krank in ihrem Häuschen liegend an.  Zum Glück konnten wir damals den Jeep über den Berg kommen lassen, um sie mit ins Krankenhaus zu nehmen. Damals hat sie es geschafft.

Vor kurzem hat sie ihre beiden Töchter besucht und legte ihnen ans Herz, sich an das Noble House zu halten, wenn ihr etwas zustoßen sollte. Die prophetischen Worte einer vorfühlenden Mutter, wie es sich zeigte. Es war ihr Wunsch, dass wir für ihre beiden Töchter sorgen sollten. Dieses Vertrauen hat sie uns schon vor Jahren geschenkt. 







Es wird geprüft, ob es möglich ist, dass Srijana und Anjana von Utsab und Sita offiziell adoptiert werden.  Auf diese Weise sind sie vor den miesen Machenschaften ihres Vaters sicher. Und selbstverständlich bekommen sie von der Stiftung Noble House alle Unterstützung. Srijana und Anjana geht es gut. Srijana ist wieder frech und Anjana kann eine englische Zeitung lesen. Der Sohn wurde in unser "Bergprojekt" aufgenommen. Ein großer Unterschied zum Leben vor einigen Jahren in der schimmeligen Hütte. Die "Witwe" wäre stolz auf ihre Kinder gewesen. 



Und dafür ist Noble House gedacht: für alle benachteiligten Kinder, die inzwischen auch "unsere" Kinder geworden sind, ein Stück Zukunft bieten.


Noble House Tagesbetreuung


Der Bau dieser Schule wurde 2007 fertig, wodurch Kinder aus der Umgebung tagsüber untergebracht werden können. Die meisten dieser Kinder haben zwar Eltern, aber die können nicht für sie sorgen oder begreifen nicht, dass mehr nötig ist, als eine Handvoll Reis am Tag. Kinder, die sich sonst auf der Straße rumtreiben würden, bekommen jetzt zum ersten Mal in ihrem Leben Unterricht, und es wird darauf geachtet, was sie noch benötigen. Es wird versucht, jedes Kind individuell zu begleiten. Etwas was man in Nepal, wo immer noch von Gruppenunterricht ausgegangen wird, nicht kennt. Eine qualifizierte Lehrkraft, die angestellt wurde, hält zudem den Kontakt zu ihrem Ausbildungszentrum und nimmt dort zusätzlich Begleitunterricht. Im Jahr 2008 hat ein Wechsel der Lehrkraft stattgefunden, da die frühere Wahl nicht mit dem Ziel zu vereinbaren war, jedem Kind ein Stückchen Sicherheit zu geben und jedes Kind als Individuum zu betrachten und zu begleiten. Ausgangspunkt ist, dass die Kinder spielerisch lernen. Für die Entwicklung der Kinder wurden in Noble House eine Reihe von Computern angeschafft, so dass sie sich ebenso wie Kinder aus der westlichen Welt mit dem Gebrauch von Computern vertraut machen können. 
 

Wenn es die Situation anschließend erlaubt, gehen diese Kinder auf die englische Grundschule in Bhaktapur; eine ausgezeichnete Grundschule, in die auch die anderen Kinder aus dem Noble House gehen. Die Kinder bekommen dort sogar Chinesischunterricht, Handarbeitsunterricht und treiben Sport. Ziemlich ungewöhnlich für nepalesische Verhältnisse.  Normalerweise werden Kinder in kahlen Klassenzimmern in baufälligen Gebäuden auf harten Bänken und mit kleinen Tischen auf das Lernen von allerlei Standardmaterial gedrillt.  Es freut uns, auf den jährlichen "Elternabenden", die die Leitung der Stiftung zusammen mit der Schulleitung der Genuine School in Bhaktapur veranstaltet, zu hören, dass "unsere" Kinder ihr Bestes geben, gute Noten bekommen und ein vorbildliches Sozialverhalten zeigen. Dass sie einst zur Kaste der Unberührbaren gehörten, scheint keine Rolle mehr zu spielen, jetzt, da sie sich unter den Fittichen von Noble House befinden. 

Es ist sehr gut möglich, dass im Noble House jetzt eine Reihe von Kindern wohnen, die anscheinend gut bis sehr gut lernen können. Das hat uns auf die Idee gebracht, dass es sinnvoll wäre, einen Studienfonds zu gründen, so dass die Stiftung gegebenenfalls die Mittel besitzt, um diesen Kindern auch eine gute weiterführende Ausbildung zukommen zu lassen. 


Jaharsingpauwa: das Projekt auf dem Berg

In Jaharsingpauwa, auf dem Berg etwa 25 km vom Noble House entfernt, wurde mit dem Bau der Schule für die Bergkinder begonnen. Ziel ist, dass es nach dem Bau medizinische Hilfe, Unterricht für Kinder und junge Frauen und eine Unterbringung für verwahrloste Kinder geben wird. Die vielen Rückschläge, vor allem wegen der politischen Unruhen, haben dazu geführt, dass bei der Durchführung der Baupläne große Verzögerungen eingetreten sind. Es gab kein Benzin mehr, so dass Baumaterial nicht antransportiert werden konnte. Der Fortschritt des Projekts wurde ernstlich behindert, da es kein Wasser gab, nur sporadisch Strom und da Arbeitskräfte fehlten. Der Start im Frühjahr war problematisch, da die niederländischen Architekturstudenten, die zur Begleitung des Projekts eingesetzt wurden, ihre Rolle und Verantwortung nicht ganz verstanden. Dadurch bekam die lokale Bevölkerung ein falsches Bild von der Stiftung. Es war deshalb unvermeidlich, die Studenten nach Hause zu schicken. Das Vertrauen der lokalen Bevölkerung musste wieder hergestellt werden. Als Folge dieser Umstände, aber auch durch den Monsun, ruhten die Bautätigkeiten einige Monate. 



Die vielen Rückschläge, vor allem wegen der politischen Unruhen, haben dazu geführt, dass bei der Durchführung der Baupläne große Verzögerungen eingetreten sind. Es gab kein Benzin mehr, so dass Baumaterial nicht antransportiert werden konnte. Der Fortschritt des Projekts wurde ernstlich behindert, da es kein Wasser gab, nur sporadisch Strom und da Arbeitskräfte fehlten. Der alte Bauernhof, der dort noch stand war eine Ruine und musste abgerissen werden, so dass hier das Heim für die Kinder gebaut werden konnte.  Die 30m lange und 3m hohe Stützwand, die die Erde an Ort und Stelle halten soll, ist bereits fertig. Das Projekt wird innerhalb einiger Monate fertiggestellt werden, so dass dann mit dem Aufbau eines Aktivitätenprogramms begonnen werden kann. Obwohl das Projekt noch nicht fertig ist, gab es dort schon wieder solch dringende Fälle, dass drei Jungs unverzüglich aufgenommen werden mussten. Für unsere Verhältnisse ist es dort noch sehr einfach, doch für nepalesische Verhältnisse ist es bereits recht anspruchsvoll. 







Projekt Gefängniskinder



Frauen, die ins Gefängnis müssen, sind dazu verpflichtet, ihre kleinen Kinder mitzunehmen. Es muss nicht erläutert werden, was das für diese Kinder bedeutet. Die Stiftung hatte die Möglichkeit, diese Kinder in einem Heim aufzunehmen, das in Kathmandu gemietet wurde und unter professioneller Leitung steht. Dabei wird eng mit dem Early Childhood Development Center zusammengearbeitet, einer nepalesischen Stiftung, der mit Know-How und finanzieller Unterstützung zur Seite gestanden wird.   










Die Verantwortung ist groß. Auch, weil der Regierung nachgewiesen werden muss, dass diese Kinder eine Zukunft haben, bevor die Erlaubnis erteilt wird, die Kinder aufzunehmen. Nach Möglichkeit und wenn die Situation es zulässt, wird versucht, die Kinder wieder mit ihren Familien zusammenzuführen, um sie dann in ihrem neuen Umfeld weiterhin zu begleiten und mit Sponsoring für Unterricht zu fördern. Im Jahr 2007 wurde mit 12 Kindern begonnen, inzwischen sorgen wir für 35 Kinder.  Es ist geplant, ein zweites Heim für Gefängniskinder zu mieten. 







Medizinische Projekte




Im Frühjahr trafen wir ein 10-jähriges Mädchen in der Umgebung des Projektes in Jaharsingpauwa. Sie hatte Brandwunden im Gesicht, die sie sich zugezogen hatte, als sie 9 Monate alt war.  Ihre Mutter hatte sie alleine in der Hütte gelassen, da sie auf dem Land arbeiten musste. Das kleine Mädchen ist in das heruntergebrannte Feuer gefallen und hat seitdem ein deformiertes und entstelltes Gesicht. Sie fragte, ob sie ein neues Gesicht bekommen könnte. So wurde das medizinische Projekt geboren. Das Mädchen hatte bereits viele Untersuchungen im Krankenhaus, und nächstes Jahr ist ihre Operation geplant. 





Eine Reihe weiterer Kinder folgten und es wurden mit Erfolg kleine Operationen durch-geführt. Einem Jungen mit einer Hasenscharte und einem offenen Gaumen wurde geholfen und er läuft wieder fröhlich umher.








Karuna, einem mehrfach behinderten Mädchen wurde geholfen, indem die Mittel zur Verfügung gestellt wurden, damit sie jeden Tag in eine Tagesbetreuung gehen kann. Dies bietet der Mutter die Möglichkeit, selbst etwas Geld verdienen zu können.


Und die Mutter von 4 Kindern, die eine notwendige Gebärmutteroperation nicht bezahlen konnte, weshalb sie hätte sterben müssen. Ein geringer Betrag genügte, so dass sie jetzt wieder für ihre Kinder sorgen kann. Der kleine Unterschied für uns macht einen gewaltigen Unterschied für andere.





Und Karve, der Junge, dessen Arm bei einem Unfall abgerissen wurde. Es war nur ein kleiner Betrag nötig, um ihm eine Prothese anmessen zu lassen. 






Doch auch die traurige Geschichte eines 3-jährigen Jungen, der nach einer Herzoperation schon seit 9 Monaten auf der Intensivstation lag. Wir haben dem behandelnden Krankenhaus zugesagt, etwas zu den Kosten beizutragen, doch diese Hilfe konnte nicht mehr ankommen. Der Junge starb und das Krankenhaus wollte deshalb die finanzielle Unterstützung, die wir angeboten hatten, nicht in Anspruch nehmen. Es wurde vereinbart, dass das Geld jetzt für andere Kinder verwendet wird. 




Projekt Down-Syndrom: "Vergessene Kinder"


Das Projekt begann im Oktober 2008 als eine Reihe von behinderten Kindern in ihrem Zuhause besucht wurden. Erbärmliche Umstände. Was kann man tun, wenn man sieht, dass ein behindertes Kind in einen Bambuskäfig eingesperrt wird und ein Baby mit Down-Syndrom ständig in einer dunklen Ecke liegen muss? Die vergessenen Kinder von Nepal, wo man noch immer nicht versteht, dass auch sie ein Recht auf eine Zukunft haben.






Inzwischen unterstützt die Stiftung ein Zentrum, in dem Kinder mit dem Down-Syndrom aufgenommen werden. Das Spielzimmer wurde hergerichtet, ein Schlafraum wurde eingerichtet und es gibt Pläne für den Bau einem Therapieraum. Des Weiteren werden Pläne gemacht, um in der Zwischenzeit eine Transportmöglichkeit für die Kinder in der Umgebung zu organisieren, so dass auch sie im Zentrum unterkommen können.  

Hier ein Foto von Shivangi und Bishnu, zwei Kindern mit Down-Syndrom, für die die Stiftung schon direkt etwas tun konnte. Sie werden jetzt in der Tagesbetreuung des erneuerten Zentrums untergebracht. Zwei kleine Mädchen von 2 und 3 Jahren, die jetzt schon sehr aneinander hängen. Noch mehr Kinder warten darauf, aus ihrer unmenschlichen Lage befreit zu werden und auch um sie werden wir uns kümmern. 












Sankhu Projekt
                                                                                                      

Mitte 2008 wurde in Sankhu, einem Ort in 25 km Entfernung von Kathmandu, ein Stück Land von ca. 5000 m2 Größe gekauft. Ein schön gelegenes und fruchtbares Grundstück, das mit der Hilfe von nepalesischen Geschäftspartnern zu einem durchaus attraktiven und akzeptablen Preis gekauft werden konnte. Ursprünglich war geplant, auf diesem Grundstück ein großes Heim zu bauen, in dem etwa 60 Kinder ein Zuhause finden konnten. Es wurde jedoch einerseits wegen der außergewöhnlich hohen Baukosten und andererseits wegen der bleibend unsicheren politischen Situation beschlossen, das Grundstück vorerst anderweitig zu nutzen.  Das Grundstück wird jetzt für Landwirtschaft und eventuell experimentellen Obstanbau genutzt, wobei die Erträge für den Eigenbedarf von Noble House genutzt werden. Angesichts der aktuellen Entwicklung der Region rund um Sankhu kann dieser Besitz als attraktive Investition betrachtet werden und ist somit eine Garantie für die Kinder von Noble House, dass sie auch in Zukunft ohne Noble House ihren Lebensunterhalt bestreiten können. 




Es kann dir einfach so passieren:


An einem ziemlich kalten, dunklen Abend lief ein kleines Mädchen von 7 Jahren mit einem 6-monatigen Baby auf dem Rücken im strömenden Regen auf einer einsamen Straße.  Ihr anderes Schwesterchen, 2 Jahre alt, lief mit nur einem T-Shirt bekleidet ziellos neben ihr her. Utsab wollte helfen und hat die Kinder nach Hause gebracht. Er kam in ein schmutziges Zimmer mit einer Matratze auf der der stockbetrunkene Vater lag und erfuhr, dass die Mutter mit anderen Männern ausgegangen war. Die drei Mädchen musste er ohne Essen und Versorgung beim Vater zurücklassen. 

Am nächsten Tag bin ich mit Utsab dort hingegangen.  Der Vater dachte, dass er Geld für die Kinder angeboten bekäme. Es war nicht viel Überzeugungskraft nötig, dem Vater die Zukunft seiner Töchter klarzumachen, doch wir mussten warten, bis die Mutter am nächsten Tag nach Hause kam. Die Kinder standen ergeben dabei und mussten zusehen, wie ihr Vater versuchte, um sie zu feilschen. Ihre versteinerten Gesichter zeigten keine Gefühlsregung. Die Härte in diesen Kindergesichtern gab für mich den Ausschlag, dass diesen Kindern so schnell wie möglich geholfen werden musste.

Am nächsten Tag kamen die Kindern selbst zu uns ins Noble House, und wir haben sofort die Formalitäten erledigt, um die Kinder im Haus aufnehmen zu können. Später stellte sich heraus, dass die Eltern in Richtung der Stadt gezogen waren, da sie die Bewohner des 40 km entfernten Dorfes verjagt hatten.  Weil der Vater andere Absichten mit seinen Töchtern hatte. Dasselbe Dorf, in dem ein anderes Mädchen, das wir kennen, an ein Bordell verkauft worden ist.

Von Herzen will ich mich bei allen Sponsoren bedanken, die die Aufnahme der Mädchen möglich gemacht haben und möchte ich gern die schmerzlichen Gefühle teilen, aber ich denke, dass es momentan ausreicht sagen zu können, dass es diesen Kindern gut geht und nach 2 Wochen das erste Lächeln zu sehen war.

Engely Tersteeg


Spenden





Mit Ihrer Unterstützung können wir benachteiligten Kindern aus Nepal ein Stück Zukunft bieten. Ihr Beitrag ist von Herzen willkommen: RABO Bank, Kontonr. 13.20.96.773 auf den Namen  Stichting Noble House Nepal in Bosch en Duin, Niederlände


IBAN NL 44 RABO 0132-0976-73
BIC: RABONL2U

für weitere Informationen verweisen wir Sie gerne auf die Website  www.engely.eu























































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